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 Haus zum Stockfisch
 Stadtmuseum



 

Ständige Ausstellung


Das Stadtmuseum Erfurt bietet allen Besuchern die Möglichkeit, die Entwicklung einer der ältesten Städte Thüringens nachzuvollziehen. 1260 Jahre Stadtgeschichte werden hier präsentiert.

Die Exponate zeichnen den Weg nach von den ersten ur- und frühgeschichtlichen Ansiedlungen im Erfurter Raum über die Stadtentstehung, dem wechselvollen Schicksal zwischen kurmainzischer, französischer und preußischer Vormundschaft, den Veränderungen der sozialistischen Bezirksstadt bis zu den Ereignissen der Wiedervereinigung 1990.

Im Keller des Museums belegen vor allem Bodenfunde die ur- und frühgeschichtliche Entwicklung des Erfurter Gebietes. Seit 742 bezeugen auch schriftliche Quellen die Existenz unserer Stadt. In diesem Jahr bat der Missionar Bonifatius Papst Zacharias in "erpherfurt" einen Bischofssitz zu errichten.

Den Auftakt des Ausstellungsrundganges in der Halle des Erdgeschosses bildet das große Stadtmodell. Im folgenden Raum liegen die inhaltlichen Schwerpunkte beim Erfurter Rat und
Erfurt´s Bedeutung als Handels- sowie Wirtschaftsmetropole im Mittelalter
und in der frühen Neuzeit. Mit dem Einbau einer Knochenschnitzerwerkstatt aus dem 13. Jahrhundert, gefunden beim Bau des Hotels "Kosmos" ( heute "Radisson"), wird im Museum ein wenig bekanntes Handwerk vorgestellt.

In der ersten Etage des Museums findet der Besucher Informationen zum Erfurter Stadtleben vom Ende des 14. bis zum Anfang des 19. Jahrhundert. Beginnend mit der Gründung der Erfurter Hierana 1392 (neben Wien die am stärksten frequentierte deutschsprachige Universität) und endend mit einem Wohninterieur, extra für den bayerischen König Maximilian I. angefertigt. Er besuchte 1808 neben weiteren 33 europäischen Herrschern den berühmten, von Napoleon Bonaparte einberufenen, Fürstenkongress in Erfurt.

Bis zum Jahr 1814 werden die Beziehungen Erfurt - Mainz sowie die schwedischen, französischen und preußischen Besatzungs- und Regierungszeiten beleuchtet. Bedeutende Erfurter Persönlichkeiten des 18. Jahrhunderts, wie Johann Christian Reichart und Johann Bartholomäus Trommsdorff werden vorgestellt.

Seit dem 31. Januar 2001 ist der letzte Abschnitt der ständigen Ausstellung "Metamorphosen einer Stadt - Erfurt von 1815 bis 1990" im zweiten Obergeschoss geöffnet. Acht Themenbereiche beleuchten komplex die letzten 175 Jahre. Anschaulich kann man Erfurts Entwicklung von einer preußischen Provinzstadt zur Landeshauptstadt nachvollziehen.

Zu den besonderen Anziehungspunkten der ständigen Ausstellung gehören eindrucksvolle Modelle zur Entwicklung des Stadtbildes, ein prächtig ausgestatteter Reliquienschrein, Exponate der Erfurter Industrieproduktion, wie z.B. der Schuhfabrik Lingel oder des Olympia Schreibmaschinen-Werkes (später Optima) und ein Museumskino. Damit ist nur ein kleiner Teil der Sehenswürdigkeiten genannt. Hörstationen, Videoeinsatz und die Möglichkeit zusätzliche Lesetafeln zu nutzen, bereichern den Museumsbesuch.

Die historische Bausubstanz des Hauses bietet nicht immer ausreichend Raum für Sonderausstellungen. Größere Projekte beanspruchen manchmal Platz der ständigen Ausstellung und es kann zu Einschränkungen in diesen Bereichen kommen. Wir bitten dafür um Verständnis.


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