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Sonderausstellung vom 8. Mai 2010 bis 30. Mai 2010

"СТОЙ" - Erinnerungen - von Stalingrad nach Weimar 1942 - 1994

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Blick auf die Ausstellung vor der Eröffnung am 8. Mai 2010
Blick auf die Ausstellung vor der Eröffnung am 8. Mai 2010

Seit Samstag, dem 8. Mai 2010 kann man für drei Wochen, in der Nähe des Neuen Angerbrunnens, die Sonderausstellung "СТОЙ" ansehen.

65 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges ist die Erinnerung an die sowjetische Besatzungsherrschaft in großen Teilen der Öffentlichkeit verblasst. 20 Jahre nach der friedlichen Revolution und dem Ende des Ost - West - Konfliktes will eine Ausstellung im öffentlichen Raum persönliche Erinnerungen ansprechen und historisch einordnen.

Die Ausstellung will an einem dafür ungewöhnlichen Ort Diskussionen anregen über Gewalt, Diktatur, Krieg heute und unser Verhältnis zu Russland.

Der Tag der Befreiung setzte einem verbrecherischen menschenverachtenden und rassistischen Regime, dass die Welt mit einer bisher nicht gekannten Vernichtungskraft in eine globale militärische Auseinandersetzung gestürzt hatte, ein Ende.

Erst der schonungslose Einsatz der Alliierten unter Führung der Großmächte Sowjetunion, USA und Großbritannien führte zur bedingungslosen Kapitulation Deutschlands am 8./9. Mai 1945. Die Befreiung Europas von nationalsozialistischer Herrschaft veränderte die politische Weltkarte grundlegend.

Blick vom Kaufhaus Anger 1
Blick vom Kaufhaus Anger 1

Den größten Blutzoll im Zweiten Weltkrieg erbrachten die Völker der Sowjetunion und die Soldaten der Roten Armee. Am 22. Juni 1941 fiel die deutsche Wehrmacht mit rund 75% ihres Feldheeres (über 3 Mio. Mann) in die Sowjetunion ein. Bereits am 18. Dezember 1940 war die „Führerweisung Nr. 21“ („Unternehmen Barbarossa“) ergangen. Eine blutige Front reichte von nun an quer durch Europa, vom Nordkap zum Schwarzen Meer und bald auch bis zum Kaukasus. Das schnelle Voranschreiten der Truppen nährte den Größenwahn der Führungselite um Hitler. Doch schon im Folgejahr endete dieser Überfall mit der Katastrophe von Stalingrad, bis heute Synonym für das Grauen des Krieges.

Die Schlacht im Winter 1942/43 gilt als entscheidende Wende im Zweiten Weltkrieg. Unter maßgeblicher Beteiligung der späteren 8. Gardearmee besiegte die Rote Armee die Wehrmacht. Für die meisten Deutschen stand Stalingrad für den Beginn der Niederlage, in Russland ist es Symbol des Sieges. An der Wolga begann der unaufhaltsame Vormarsch der sowjetischen Truppen.

Zwischen 1945 und 1994 war die 8. Gardearmee als Besatzungsarmee in Thüringen stationiert. Die Erinnerungen an ein halbes Jahrhundert zwischen der Schlacht von Stalingrad und dem Abzug aus der Klassikerstadt Weimar stehen damit beispielhaft für die historische Entwicklung im geteilten Europa.

Zur Ausstellung gibt es ein Begleitheft, erhältlich bei der ausstellung am Anger und im Stadtmuseum.



Die Ausstellung wurde gefördert durch die Stadt Erfurt/ die Sparkasse Mittelthüringen und dem Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur.

Ausstellungsblick vor der Eröffnung Blick in den Ausstellungsbereich Soldatenleben
Ausstellungsblick vor der Eröffnung
Blick in den Ausstellungsbereich "Soldatenleben"
Schaurichtung Ostseite Anger Erste Gäste nach der Ausstellungseröffnung am 8. Mai
Schaurichtung Ostseite Anger
Erste Gäste nach der Ausstellungseröffnung am 8. Mai

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