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Verehrt, verfolgt, vergessen - Schauspieler als Naziopfer

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Blick auf eine Ausstellungstafel

Über Schauspieler die nicht mehr "erwünscht" waren…

Die Ausstellung beschäftigt sich mit denjenigen Schauspielern und Schauspielerinnen, die sich mit dem so genannten "Dritten Reich" nicht arrangieren konnten oder wollten. Das ausgestellte Material veranschaulicht die Lebensläufe und Karrieren von fast 50 Künstlern, die während der zwölfjährigen Diktatur ums Leben gebracht wurden. Einzigartige, größtenteils bisher nie veröffentlichte Dokumente, belegen die Erfolge ebenso wie die Entwürdigung, Entrechtung und schließlich die Vernichtung dieser Schauspieler, die einmal zu den Publikumslieblingen zählten. Die Grausamkeit der Diktatur wird aufgezeigt und nachvollziehbar. Darüber hinaus wird das Ausmaß der Verdrängung dieses speziellen Themas nach 1945 deutlich, mochte sich doch kaum jemand dieser prominenten Opfer erinnern. Zuerst verehrt, dann verfolgt und schließlich vergessen !

Durch ihren dokumentarischen Charakter kommt die Ausstellung ohne Vorwürfe oder Anklage aus. Die Biographien von sieben Schauspielern werden exemplarisch dargstellt, weitere 40 erscheinen in Kurzform. Publikumsreaktionen, sowie Presse-, Rundfunk- und TV-Berichte bestätigen die allein auf den bedrückenden Fakten beruhende beachtliche Wirkung der Ausstellung

Blick in eine Filmzeitschrift

Die Ausstellung war seit 1993 in 14 bundesdeutschen Landeshauptstädten, 55 weiteren deutschen Städten sowie in Wien, Graz und Linz zu sehen (Stand Frühjahr 2005); weitere Stationen in 30 Städten sind geplant. Seit 1996 bietet die Herbert Ihering Gesellschaft diese Ausstellung mit originalen Zeitzeugen an.
Markante Fotos und Dokumente, Gegenstände aus dem persönlichen Besitz der Protagonisten, u.a. Bücher, Tagebücher, Schallplatten, Fotoalben, sowie Requisiten und Plakate sind zu sehen.
Der Betrachter erhält angesichts dieser tatsächlich allerletzten Hinterlassenschaften auch einen besonders unmittelbaren Einblick in das Leben der ermordeten Schauspieler.
Der Erfolg dieser Ausstellung an ihren bisherigen Standorten Filmmuseum Potsdam (1996), Filmmuseum Frankfurt (1998), Schleswig Holstein Haus Schwerin (2002), Filmarchiv Austria Wien (2003) war überwältigend.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erhältlich.

Ulrich Liebe
Kurator

 

Fritz Grünbaum Paul Morgan
Fritz Grünbaum, Schauspieler, schrieb u.a. das Libretto zur Oper "Dollarprinzessin", diese gehörte zum letzten Spielplan der Erfurter Oper Paul Morgan, Schauspieler und Kabarettist, nannte Adolf Hitler 1928 den Mann mit dem "RRRR" - "Rase reinrassiger Roland"

 

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