Nach den Sternen greifen...

Utopisches Spielzeug der 50er bis 90er Jahre aus Ost und West
Geheimnisvoller Weltraum - Wer hat nicht irgendwann einmal als Kind in einer
sternenklaren Nacht zum Himmel geblickt und sich vorgestellt, zu weit entfernten
Welten voller Wunder reisen zu können?
Für uns Menschen sind die Verhältnisse im All schwer nachvollziehbar. Aber
unsere grenzenlose Phantasie fand Eingang in utopische Projekte von bekannten
Raketen- und Planetenforschern als auch in die Werke von Schriftstellern und
Filmkünstlern. Obwohl uns momentan, und wohl auch noch für eine lange Zeit, die
reale Raumfahrt scheinbar bescheidene Ziele in unmittelbarer Nähe der Erde, des
Mondes und des Planeten Mars erreichen lässt, so kann uns doch die Phantasie
viel weiter tragen und sowohl realitätsnahe als auch manchmal absurd wirkende
Zukunftsvisionen ermöglichen.
Unsere Vorstellungen überwinden
spielerisch die riesigen Entfernungen zu anderen erdähnlichen Planeten,
besiedeln ganze Welten voller andersartiger Lebensformen und Kulturen und lassen
wahre Helden als Vertreter der ganzen Menschheit vielfältige Abenteuer bestehen.
Dabei schwingt unsere Phantasie allerdings selten über unseren gegenwärtigen
Zeithorizont hinaus. Bei näherem Hinsehen entpuppt sich so manche utopische
Vorstellung als sehr reales Abziehbild von Sehnsüchten und Ängsten der
jeweiligen irdischen Gegenwart und von politischen Entwürfen und
Gesellschaftsordnungen in denen sie entstanden!
In der Ausstellung sind daher eine kleine Auswahl von phantastischen Orten
sowie Figuren von Aliens (d.h. Fremde/ fremde Wesen), Robotern u.s.w.
vertreten.
Der eigentliche Anlass für die Kabinettausstellung ist der 35. Jahrestag des
Starts von Apollo 8 zum Mond am 21. Dezember 1968, als erstmals Menschen die
Umlaufbahn um die Erde verließen und den Mond umrundeten. Deshalb wird hier ein
kompletter Apollo - Mondausflug in all seinen verschiedenen Flugphasen an Hand
von verschiedenen alten und jüngeren mechanischen Spielzeugen dargestellt.

Die Medien haben seit den späten 60er Jahren die Raumfahrtereignisse live in
jede Wohnung getragen und in allen Details gezeigt. So entstand der Wunsch und
die Nachfrage nach entsprechend ausgefeilten und realitätsnahen Spielzeugen, die
vor allem von japanischen Firmen in großen Mengen auf den Markt gebracht wurden.
In kleineren Stückzahlen gab es bereits seit den 30er Jahren Spielzeuge zu
Raumfahrtthemen nach Comic- und Filmserien wie "Buck Rogers". Einige Raketen in
der Ausstellung erinnern noch an das Design dieser Zeit wie die seltene
Sparbüchse aus Gusseisen einer Sparkasse. Spielzeuge, die sich an Roman- und
Filmvorbildern utopischen Inhaltes orientieren, ermöglichten das Nachspielen
einzelner Szenen und trugen schließlich auch zum wirtschaftlichen Erfolg einiger
Serien bei. Das Merchandising zu Science-Fiction-Filmen und -Serien wie Star
Trek (ab 1966), Star Wars (ab 1977), Alien (ab 1979) u.s.w. verstärkte den
Effekt der Identifizierung des Spielenden, der mit seinen jeweiligen
Lieblingsfilmen zum Sammler mutiert; ein Vorgang, der von den Filmproduzenten
und Spielzeugherstellern gern genutzt wird.
Fast alle Objekte der Kabinettausstellung stammen aus einer
Privatsammlung eines Erfurters. Die ausgestellten Spielobjekte aus DDR -
Produktion lieh uns freundlicherweise das Spielzeugmuseum Sonneberg
aus.
Reisen Sie mit uns in "utopische Welten"! Wir freuen
uns auf Ihren Besuch.
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| Figuren aus der Serie Star Wars, Episode 5 | Raumschiff aus der Serie Star Wars, Episode 5 |


